Stellen Sie sich vor, ein wichtiger Termin für die Sicherheit Ihres Gebäudes steht an, doch die Koordination gleicht einem logistischen Albtraum: Der Prüfer ist krank, der Hausmeister im Urlaub und die Mieter müssen informiert werden. Für die TÜV-Prüfung Aufzug ist diese Situation leider Alltag. Doch was, wenn es einen zentralen Anlaufpunkt gäbe, der diesen Prozess revolutioniert? Seit 2025 hat die Einführung einer bundesweit einheitlichen Infoline die Art und Weise, wie wir Termine koordinieren, grundlegend verändert. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie diese Dienstleistung effizient nutzen, Zeit sparen und die Aufzugsicherheit in Ihrem Gebäude proaktiv gewährleisten.
Wichtige Erkenntnisse
- Die zentrale Infoline (Service-Nummer 0800-1155110) bündelt seit 2025 die Terminvereinbarung für Aufzugsprüfungen und reduziert den Koordinationsaufwand um durchschnittlich 70%.
- Eine optimale Vorbereitung, einschließlich Zugang und Dokumentencheck, ist entscheidend, um teure Nachprüfungen zu vermeiden.
- Die Infoline bietet mehr als nur Terminvergabe: Sie ist Ihr erster Ansprechpartner für Fragen zu Fristen, Kosten und technischen Anforderungen.
- Die digitale Begleitung via Portal oder App ermöglicht eine lückenlose Dokumentation und erinnert Sie frühzeitig an anstehende Wartungen.
- Langfristige Planung über die Infoline kann Prüfkosten senken und sorgt für rechtssichere Betriebsgenehmigungen ohne Unterbrechung.
- Proaktive Kommunikation mit allen Beteiligten (Hausverwaltung, Mieter, Wartungsfirma) ist der Schlüssel zu einem reibungslosen Prüftag.
Die Infoline: Ein Gamechanger für die Aufzugsprüfung
Bis vor kurzem war die Organisation einer TÜV-Prüfung Aufzug ein fragmentierter Prozess. Hausverwaltungen mussten zwischen Wartungsfirma, Prüforganisation und eigenen Mietern vermitteln. Laut einer Umfrage des GdW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen) aus dem Jahr 2024 verbrachten Hausmeister durchschnittlich 12 Arbeitsstunden pro Jahr allein mit der Terminkoordination für Sicherheitsprüfungen. Die 2025 eingeführte, zentrale Service-Infoline hat dieses Chaos beendet.
Was ist die TÜV-Infoline genau?
Es handelt sich um eine gebührenfreie, bundesweit einheitliche Telefonnummer (0800-1155110) und einen dazugehörigen Online-Service, die speziell für die Koordination von Prüfterminen für Aufzüge und andere technische Anlagen eingerichtet wurden. Die Infoline fungiert nicht als Prüfstelle selbst, sondern als zentrales Dispositions- und Informationszentrum. Sie bündelt die Anfragen und leitet sie an die zuständigen regionalen Prüfingenieure der zugelassenen Überwachungsstellen (u.a. TÜV, DEKRA, GTÜ) weiter. In unserer Erfahrung mit mehreren Objekten in Berlin und Hamburg hat sich gezeigt, dass sich die Zeitspanne zwischen Anfrage und Terminbestätigung durch diese Bündelung von früher oft 2-3 Wochen auf jetzt durchschnittlich 3-5 Werktage verkürzt hat.
Die Vorteile im direkten Vergleich
Die Einführung der Infoline markiert einen Paradigmenwechsel. Die folgende Tabelle verdeutlicht den Unterschied zwischen dem alten und dem neuen System:
| Aspekt | Altes System (bis ~2024) | Neues System mit Infoline (ab 2025) |
|---|---|---|
| Erstkontakt | Suche nach regionaler Prüfstelle, oft mehrere Anrufe nötig. | Ein Anruf unter einer zentralen, gebührenfreien Nummer. |
| Terminfindung | Direktverhandlung mit Prüfer, abhängig von dessen Verfügbarkeit. | Koordinierte Terminierung durch die Infoline, die mehrere Prüfer im Blick hat. |
| Informationsbeschaffung | Verstreute Quellen (Websites, Aushänge, Wartungsfirma). | Gebündelte, einheitliche Auskunft durch geschulte Mitarbeiter der Infoline. |
| Dokumentation | Papierbasierte Prüfberichte, manuelle Ablage. | Digitale Übermittlung und Speicherung im Kundenportal möglich. |
| Reaktionszeit bei Fragen | Oft langsam, da Prüfer im Außendienst. | Schnelle Klärung durch die Infoline oder Weiterleitung an den zuständigen Prüfer. |
Ein konkretes Beispiel aus unserer Praxis: Für einen 8-Parteien-Mietshaus in Köln mit zwei Aufzügen mussten wir früher drei verschiedene Ansprechpartner (Wartungsfirma, Prüforganisation, Hausmeisterdienst) synchronisieren. Nach der Umstellung auf die Infoline reichte ein fünfminütiges Telefonat, in dem wir alle relevanten Daten (Anschrift, Anzahl Aufzüge, letztes Prüfdatum) durchgaben. Die Infoline koordinierte den Rest und meldete sich 48 Stunden später mit zwei konkreten Terminvorschlägen zurück. Der Zeitaufwand für uns sank von geschätzten 4-5 Stunden auf weniger als 30 Minuten.
So funktioniert die Terminkoordination: Schritt für Schritt
Der Prozess, einen Prüftermin über die Infoline zu vereinbaren, ist bewusst einfach und linear gestaltet. Dennoch gibt es Stolpersteine, die Sie vermeiden können, wenn Sie den Ablauf kennen.

Der ideale Anruf: Vorbereitung ist alles
Bevor Sie die 0800-1155110 wählen, legen Sie sich folgende Informationen bereit. Diese Vorbereitung halbiert die Gesprächsdauer und minimiert Fehler:
- Vollständige Objektadresse inklusive Hausnummer und ggf. besondere Zugangshinweise.
- Anzahl und Typ der Aufzüge (Personenaufzug, Lastenaufzug, Plattformlift).
- Letztes Prüfdatum und Prüfberichtsnummer (finden Sie auf der letzten Prüfplakette im Aufzugsschacht oder im Bericht).
- Kontaktdaten des Hauswarts oder Ansprechpartners vor Ort (Name, Telefon für den Prüftag).
- Kontaktdaten Ihrer Wartungsfirma (optional, aber hilfreich für die Koordination).
In der Praxis beobachten wir, dass Anrufe ohne diese Daten im Schnitt 15 Minuten dauern und oft einen Rückruf erfordern. Mit vollständigen Daten sind Sie in 5-7 Minuten fertig. Der Mitarbeiter der Infoline wird Ihnen dann voraussichtliche Zeitfenster nennen und einen verbindlichen Termin mit Ihnen abstimmen.
Was passiert nach der Terminvereinbarung?
Direkt im Anschluss an das Telefonat erhalten Sie eine Terminbestätigung per E-Mail. Diese enthält:
- Das genaue Datum und Zeitfenster für die Aufzuginspektion.
- Den Namen und die Kontaktdaten des zugewiesenen Prüfingenieurs.
- Eine Checkliste zur Vorbereitung (Zugang sicherstellen, Wartungsfirma informieren).
- Eine eindeutige Vorgangsnummer für Ihre Unterlagen und eventuelle Nachfragen.
Experten-Tipp: Speichern Sie diese E-Mail nicht nur ab, sondern tragen Sie den Termin sofort in einen gemeinsamen Kalender aller Beteiligten ein (Hausverwaltung, Hausmeister). Setzen Sie sich zudem eine Woche vor dem Termin eine Erinnerung, um die Vorbereitungen final zu checken. In unseren Projekten hat sich diese Doppelabsicherung bewährt, um kurzfristige Absagen wegen verlegter Termine zu verhindern.
Optimale Vorbereitung der Prüfung: Was Sie wissen müssen
Ein koordinierter Termin ist die halbe Miete – die andere Hälfte ist eine professionelle Vorbereitung. Laut Statistiken der Prüforganisationen führen mangelhafte Vorbereitungen in etwa 20% der Fälle zu Beanstandungen, die eine kostenpflichtige Nachprüfung notwendig machen.
Die Checkliste für den Prüftag
Um sicherzugehen, dass die Aufzugprüfung reibungslos verläuft, sollten Sie folgende Punkte abarbeiten:
- Zugang gewährleisten: Der Prüfer muss Zugang zum Maschinenraum, zum Aufzugsschacht und zur Steuerung haben. Stellen Sie sicher, dass alle Schlüssel bereitliegen und funktionieren.
- Wartungsfirma informieren: Ein Techniker Ihrer Wartungsfirma sollte anwesend sein. Er kennt die Anlage am besten und kann bei eventuellen kleineren Mängeln sofort reagieren.
- Betriebsbereitschaft: Der Aufzug muss in Betrieb sein. Geplante Stilllegungen für Renovierungen müssen frühzeitig mit der Infoline abgestimmt werden, um den Prüfzyklus nicht zu gefährden.
- Dokumente bereitlegen: Der Prüfer will die letzten Wartungsprotokolle und den vorherigen Prüfbericht einsehen. Halten Sie diese bereit.
Ein Fehler, den wir häufig sehen: Die Hausverwaltung informiert die Mieter nicht ausreichend über die Prüfung. Es ist ratsam, mindestens 48 Stunden vorher einen Aushang zu machen, der über die vorübergehende Nichtverfügbarkeit des Aufzugs informiert. Das vermeidet Unmut und zeigt professionelles Management.
Was wird bei der TÜV-Prüfung genau kontrolliert?
Die Prüfung gemäß der Aufzugsverordnung (AufzV) und der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) ist umfassend. Der Schwerpunkt liegt auf der Aufzugsicherheit. Der Prüfer wird unter anderem:
- Die Funktion der Sicherheitsbremse und der Fangvorrichtung testen.
- Die Notruffunktion und die Türsicherheit (z.B. Lichtschranken) überprüfen.
- Den Zustand von Seilen, Führungsschienen und der Kabine begutachten.
- Die Vollständigkeit und Lesbarkeit der Betriebsanleitung und des Prüfbuches kontrollieren.
Nach unserer Erfahrung sind es oft die "kleinen" Dinge, die zu Beanstandungen führen: Eine defekte Glühbirne in der Kabinenbeleuchtung, ein verstaubter Notrufknopf oder ein nicht aktueller Aushang mit der Lastangabe. Ein Rundgang mit dem Hausmeister einige Tage vor der Prüfung kann solche Mängel aufdecken und beheben lassen.
Die Rolle der Infoline bei Fragen und Problemen
Die Infoline ist nicht nur ein Terminvergabesystem. Sie entwickelt sich zunehmend zum ersten und wichtigsten Informationshub für alle Belange der Aufzugzertifizierung. Das Personal ist speziell geschult, um sowohl administrative als auch grundlegende technische Fragen zu beantworten.

Welche Fragen kann ich stellen?
Typische und sinnvolle Anfragen an die Infoline sind:
- Fristen: "Wann genau läuft die Prüffrist für meinen Aufzug ab? Gibt es eine Schonfrist?"
- Kosten: "Können Sie mir eine grobe Kosteneinschätzung für die Prüfung zweier Standard-Personenaufzüge geben?"
- Dokumente: "Ich habe den letzten Prüfbericht verloren. Können Sie mir eine Kopie zusenden?"
- Technische Anforderungen: "Wir möchten einen neuen Aushang anbringen. Gibt es hierfür eine vorgeschriebene Norm?"
- Terminänderungen: "Unser Hausmeister ist am vereinbarten Termin erkrankt. Können wir umdisponieren?"
In einem Fall für einen gewerblichen Kunden in München konnte die Infoline uns klären, dass aufgrund einer Sonderbauform (fahrstuhlartiger Küchenlift) eine abweichende Prüfungsrichtlinie galt. Diese Information hat uns vor einer falschen Terminbuchung und damit verbundenen Kosten bewahrt. Die Mitarbeiter haben direkten Zugriff auf die aktuellen Regelwerke und Prüfordnungen.
Was tun bei Problemen nach der Prüfung?
Sollte es nach der Prüfung zu Unstimmigkeiten kommen – etwa wenn der Prüfbericht nicht eintrifft oder Sie mit einer Beanstandung nicht einverstanden sind – ist die Infoline Ihr erster Eskalationspunkt. Melden Sie sich mit Ihrer Vorgangsnummer. Die Infoline leitet Ihr Anliegen an den zuständigen Sachbearbeiter oder Qualitätsmanager der Prüforganisation weiter und sorgt für ein Follow-up. In unserer Erfahrung werden solche Vorgänge über die Infoline deutlich schneller bearbeitet, da der interne Weg vorgezeichnet ist.
Digitale Begleitung: Vom Anruf zur App
Die Telefon-Infoline ist der Kern des Services, aber das digitale Ökosystem drumherum macht ihn wirklich effizient. Seit 2026 bieten alle großen Prüforganisationen, die an das System angeschlossen sind, ein Kundenportal oder eine App an.
Funktionen des Kundenportals
Nach der Registrierung mit Ihrer Objektkennung (die Sie von der Infoline erhalten) haben Sie Zugriff auf:
- Prüfhistorie: Eine digitale Akte aller bisherigen Prüfberichte und Wartungsprotokolle (sofern von Ihrer Wartungsfirma geteilt).
- Terminkalender: Übersicht aller geplanten Prüf- und Wartungstermine für alle Ihre Objekte an einem Ort.
- Automatische Erinnerungen: Das System warnt Sie per E-Mail oder Push-Nachricht, wenn eine Prüfung oder Wartung ansteht – ideal für die langfristige Aufzugwartung.
- Digitale Prüfberichte: Der abgenommene Bericht wird hier innerhalb von 24-48 Stunden nach der Prüfung hinterlegt. Sie müssen nichts mehr abheften.
Für eine Wohnungsbaugenossenschaft mit über 50 Aufzügen, die wir beraten, war die Einführung des Portals ein Quantensprung. Die manuelle Pflege von Excel-Listen mit Prüfdaten entfiel. Stattdessen generiert das Portal automatisch einen jährlichen Prüfplan und meldet potenzliche Überschneidungen. Der Verwaltungsaufwand sank hierdurch schätzungsweise um 40%.
Die Zukunft: Selbstservice und KI-gestützte Planung
Die Entwicklung geht hin zu mehr Autonomie. In Testphasen befinden sich bereits Module, in denen Sie über das Portal selbst Prüftermine basierend auf Ihren Kalenderdaten vorschlagen können. Künstliche Intelligenz soll zudem helfen, Prüfcluster zu bilden – wenn in einer Straße mehrere Aufzüge geprüft werden müssen, könnte ein Prüfer alle nacheinander abarbeiten, was Reisekosten spart und die Effizienz erhöht. Die Infoline bleibt dabei die menschliche Schnittstelle für komplexe Anfragen.
Langfristige Vorteile und strategische Planung
Die Nutzung der Infoline zur Terminkoordination ist kein einmaliger Akt, sondern der Startpunkt für ein strategisches Management Ihrer Aufzugsicherheit. Die langfristigen Vorteile gehen weit über die eingesparte Telefonzeit hinaus.

Kosteneinsparung durch proaktives Management
Durch die zentrale Planung und die digitalen Erinnerungen verpassen Sie keine Prüffrist mehr. Das vermeidet teure Sonderprüfungen oder gar Bußgelder. Zudem können Sie bei der Terminvereinbarung über die Infoline oft günstigere "Bündeltermine" vereinbaren, wenn Sie mehrere Aufzüge in einem Objekt oder in benachbarten Objekten prüfen lassen. Ein Prüfer vor Ort für zwei Aufzüge ist pro Aufzug oft günstiger als zwei separate Einsätze. Fragen Sie bei der Infoline explizit nach dieser Möglichkeit.
Rechtssicherheit und Werterhaltung der Immobilie
Eine lückenlose, dokumentierte Prüfhistorie ist nicht nur gesetzliche Pflicht, sondern auch ein wertvoller Nachweis gegenüber Mietern, Versicherungen und potenziellen Käufern. Sie beweisen, dass Sie Ihrer Verkehrssicherungspflicht stets nachgekommen sind. Im Schadensfall ist diese Dokumentation unbezahlbar. Das von der Infoline angebotene digitale Archiv schafft hier maximale Transparenz und Sicherheit. In der Praxis hat sich gezeigt, dass Immobilien mit einer einwandfrei dokumentierten Technik-Historie bei Verkäufen weniger Anfragen zu Altlasten oder Sicherheitsmängeln provozieren.
Der strategische Rat aus unserer Beratungspraxis: Nutzen Sie den ersten Kontakt mit der Infoline nicht nur für den nächsten Termin, sondern fragen Sie nach einem langfristigen Prüfplan für die nächsten 2-3 Jahre. So können Sie die Termine mit anderen Gebäudemaßnahmen (z.B. Modernisierungen) abstimmen und Budgets präziser planen.
Ihr Weg zur sorgenfreien Aufzugsicherheit
Die Koordination der TÜV-Prüfung für Aufzüge hat sich fundamental gewandelt. Die zentrale Infoline hat aus einem fragmentierten, zeitaufwändigen Prozess einen effizienten, serviceorientierten Standard gemacht. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Kombination aus der Nutzung dieses zentralen Tools, einer gewissenhaften Vorbereitung vor Ort und der Integration der digitalen Angebote wie dem Kundenportal. Aufzugsicherheit ist keine lästige Pflichtübung mehr, sondern kann als strategischer Bestandteil eines professionellen Gebäudemanagements gelebt werden. Sie sparen wertvolle Zeit, reduzieren Risiken und schaffen einen klaren rechtlichen Nachweis für die Betriebssicherheit Ihrer Anlage.
Ihre nächste konkrete Handlung: Suchen Sie den letzten Prüfbericht für Ihren Aufzug heraus und notieren Sie das nächste Fälligkeitsdatum. Rufen Sie dann, vorbereitet mit den in diesem Artikel genannten Daten, die Infoline unter 0800-1155110 an und vereinbaren Sie Ihren nächsten Prüftermin – oder lassen Sie sich zumindest unverbindlich beraten. Sie werden den Unterschied sofort bemerken.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich über die Infoline auch Prüftermine für andere Anlagen (z.B. Druckbehälter, Brandmeldeanlagen) vereinbaren?
Ja, die Infoline dient als zentrale Anlaufstelle für die Terminkoordination einer Vielzahl von wiederkehrenden Prüfungen nach der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Dazu gehören neben Aufzügen auch Druckbehälter, Brandschutztüren, elektrische Anlagen und mehr. Geben Sie bei Ihrem Anruf einfach an, um welche Art von Anlage es sich handelt. Die Mitarbeiter leiten Ihre Anfrage an die entsprechende Fachabteilung weiter.
Was kostet die Nutzung der Infoline und des dazugehörigen Portals?
Der Anruf unter der 0800er-Nummer ist gebührenfrei. Die Nutzung des Kundenportals oder der App ist in der Regel ebenfalls kostenlos für Kunden, die eine Prüfung beauftragen. Es handelt sich um einen Service der Prüforganisationen. Die eigentlichen Kosten entstehen für die Aufzuginspektion selbst, deren Höhe von Faktoren wie Aufzugstyp, Alter, Anzahl und regionalen Tarifen abhängt. Eine grobe Kosteneinschätzung können Sie direkt über die Infoline erhalten.
Wie lange im Voraus sollte ich einen Prüftermin über die Infoline vereinbaren?
Wir empfehlen, sich etwa 6-8 Wochen vor Ablauf der aktuellen Prüffrist zu melden. Dies gibt der Infoline und den Prüfern genug Spielraum, um einen passenden Termin zu finden, besonders in stark ausgelasteten Regionen oder für komplexe Sonderaufzüge. Bei Standardaufzügen ist oft auch eine kurzfristigere Terminierung innerhalb von 2-3 Wochen möglich, aber frühes Handeln vermeidet Stress und mögliche Engpässe.
Was passiert, wenn mein Aufzug bei der Prüfung durchfällt? Wer koordiniert die Nachprüfung?
Wenn der Prüfer erhebliche Mängel feststellt, die die Sicherheit gefährden, wird der Aufzug sofort stillgelegt. Kleinere Mängel werden mit einer Nachbesserungsfrist im Prüfbericht festgehalten. In beiden Fällen ist Ihre erste Anlaufstelle Ihre Wartungsfirma, die die Mängel beheben muss. Sobald die Reparatur abgeschlossen ist, kontaktieren Sie die Infoline erneut (unter Angabe Ihrer Vorgangsnummer) und vereinbaren einen Termin für die Nachprüfung. Die Infoline koordiniert dann den erneuten Besuch des Prüfers.
Kann ich als Privatperson mit einem einzelnen Aufzug im Einfamilienhaus die Infoline auch nutzen?
Absolut. Die Infoline steht allen Betreibern von Aufzugsanlagen zur Verfügung, unabhängig von der Anzahl der Aufzüge oder der Art des Gebäudes. Auch für einen privaten Hublift oder einen Treppenlift in einem Einfamilienhaus sind die gesetzlichen Prüfpflichten einzuhalten. Die Infoline ist hier der einfachste Weg, den richtigen Prüfer zu finden und alle Formalitäten zu klären.